Ludwig 16.
 
 
 
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Ludwig 16.

 

 

 

 

23.8. 1754 - 21.1.1793

Am 14. Juli 1789, dem Tag des Bastillesturmes, schrieb König Ludwig XVI. von Frankreich, von der Jagd heimkehrend, in sein Tagebuch: "Ein Tag ohne besondere Ereignisse. . ."

Dreieinhalb Jahre später, am 21. Januar 1793, als er das Blutgerüst bestieg, rief er dem Volk auf dem Revolutionsplatz zu: "Ich sterbe unschuldig an allem, was man mir vorwirft.

Ich wünsche, dass mein Blut das Glück der Franzosen befestigen möge!"

Erst das Unglück hat den schwachen und unbeholfenen Spross aus dem alten Königshaus der Bourbonen aus einer Marionette des Hofes zu einer Persönlichkeit, wert des Mitleids und der Achtung, erhoben.

Ludwig XVI. bestieg 1775 den Thron, den seine Vorgänger beschmutzt, entehrt und verschuldet hinterlassen hatten.

Als man ihm die Nachricht vom Tode seines Vorgängers und Großvaters Ludwig XV. überbrachte, brach er in Tränen aus und klagte: "Welch ein Unheil für mich!"

Man hatte ihm im Jahre 1770 Marie Antoinette, die leidenschaftliche und lebensfrohe Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, angetraut, die dem anfänglichen, weitgehenden Reformwillen des Königs entgegentrat.

Sein Zögern, seine Wankelmütigkeit und Unentschlossenheit gaben den Kräften des Umsturzes - seinem auf den Thron spekulierenden Vetter Orleans und den Revolutionären - die Oberhand.

Ludwig versäumte es, seine Macht zu zeigen, solange er noch über ein Heer gebot, er wagte weder zu fliehen noch Widerstand zu leisten, und als er endlich floh, wurde er dank seiner Ungeschicklichkeit gefangen.

In der Gefangenschaft im Temple und während des Prozesses erwies er sich als fürsorglicher Familienvater; seinen Anklägern trat er mit menschlicher Würde entgegen.

Die einzige große Tat, deren er sich fähig erwies, war es, wie ein Märtyrer zu sterben.

Sein Tod war der Auftakt zu einem neuen Zeitalter.