Francois Blanchard
 
 
 
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Francois Blanchard

 

 

 

 

 

4.12.1753 - 17.3. 1809

Befreiung von der Erdenschwere und Eroberung des Luftraumes ist ein Menschheitstraum, an dessen Erfüllung Jahrtausende geglaubt haben.

Aber erst 1783 gelang es zwei Franzosen, sich mit einem Ballon von Montgolfier in die Lüfte zu erheben.

Weitere Fahrten folgten, und in kurzer Zeit gehörten Aufstiege von Montgolfieren zu dem Programm aller großen Feste und Lustbarkeiten in Paris.

Blanchard hatte bereits früher zahlreiche Flugversuche unternommen, die aber alle scheiterten. Er griff sofort die Erfindung Montgolfiers auf, eine gasdichte Hülle mit heißer Luft zu füllen und diese als Auftriebsmittel zu benützen.

Seine Frau und er machten viele bewunderte Flüge. Bei ihrem 67. Aufstieg ereilte Madame Blanchard das Schicksal fast aller frühen Luftfahrtpioniere.

Beim Abbrennen eines Feuerwerks in einigen hundert Meter Höhe über dem Pariser Vergnügungspark Tivoli fing der Ballon Feuer und stürzte brennend ab.

Blanchards Kanalüberquerung in einem gasgefüllten Ballon war ein sensationelles Ereignis für die ganze zivilisierte Welt.

Vor einer großen Menschenmenge, die Zeuge des historischen Ereignisses sein wollte, erhob sich der Ballon und verschwand, von einem kräftigen Nordostwind getrieben, am diesigen Horizont.

Nach kurzer Flugzeit zeigte sich, dass die Füllung der Hülle für die Fahrt nicht ausreichte. In steiler Fahrt ging es abwärts.

Die beiden Insassen, der Franzose und ein Nordamerikaner, warfen allen Ballast, den Anker, Instrumente und Kleider über Bord.

Trotzdem kam der Wasserspiegel immer näher.

Voller Verzweiflung kletterten die Luftschiffer in das Tauwerk der Seidenhülle, um die Gondel zu kappen.

Da hob eine Böe das Luftschiff und führte es in eine Höhe, von der aus es in langsamem, treibendem Fall das französische Festland erreichte, ein Bote der neuen Zeit.