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Historie von Carcassonne

 

 

 

 

 

600 vor Christus entstand die erste Festung auf dem Hügel.

27 vor Christus siedelte eine römische Kolonie an, die Julia Carcasso genannt wurde. Sie baute die Festung weiter aus.

Westgoten, Sarazenen und Franken übernahmen nacheinander die Herrschaft der Stadt.

812 ernannten die Karolinger einen Grafen für die Verwaltung der Stadt. Dieser wurde immer mächtiger und unabhängiger.

Ab 1082 herrschte die Familie der Trencavel über Carcassonne und Beziers. Sie ließ 1120 die von den Römern gebauten Ringmauern verstärken.

Die Cite war gleichzeitig ein militärisches und politisches Zentrum. Die Vicomtes von Trencavel waren im 13. Jahrhundert mächtige Lehnsherren und bestimmten ihre Politik zwischen dem tolosaner Grafenhaus und dem aragonischen König.

Im Katharerkampf stand Raimond-Roger Trencavel auf der Seite der Katharer. Die Cite fiel nach dem Albigenser-Krieg an das französische Herrscherhaus.

Von da ab wurde sie noch einige Male befestigt. Sie wurde Zentrum einer militärischen Anordnung, die in direkter Verbindung mit den königlichen Bastionen in den Corbieres, den Fünf Töchtern Carcassonnes, die französisch-spanische Grenze überwachte: Aguilar, Queribus , Peyrepertuse, Puilaurens und Termes.

Ab dem 14. Jahrhundert ließen sich die Bewohner in der Ville basse, der unteren Stadt, nieder.

Die Cite verlor nach dem Friedensvertrag der Pyrenäen (1659) ihre strategische Bedeutung und die Burg sowie die Stadtmauern wurden nicht mehr unterhalten.

Die Cite verfiel, und zur Zeit der Revolution war sie schon eine Geisterstadt.

Das gesamte Gesellschafts- und Wirtschaftsleben spielte sich in der Unterstadt ab, wo dank des Canal du Midi der Leinen- und der Weinhandel boomten.

Um 1830 waren alle Dächer der Festung eingebrochen, die Mauem gefährlich zerfallen. Die Regierung wollte alles einebnen lassen, aber der örtliche Archäologe Jean­Pierre Cros-Mayrevieille, der Schriftsteller Prosper Merlmee, damals Inspekteur für öffentliche Bauten, und der Restaurator Viollet-le-Duc inszenierten eine erfolgreiche Kampagne zur Rettung der Festung.

Etwa 30 % der Cite von heute, hauptsächlich die Dächer und die oberen Etagen, sind das Werk von Viollet-le-Duc.

Umstritten war das Projekt von Beginn an. Eine zu mittelalterliche Bilderbuchromantik, sagen die Puristen, besonders was Dächer und Zinnen angeht.

Die Originaldächer waren wohl aus roten Ziegeln und nicht aus Schiefer. Solche Unstimmigkeiten sind allerdings leicht entschuldbar, wenn man bedenkt, dass es die Cite de Carcassonne überhaupt nicht mehr gäbe, wären nicht jene Männer gewesen.

Im letzten Moment erst gelang es ihnen, die Regierung König Ludwigs zu überzeugen mit den Abbrucharbeiten war schon begonnen worden.