Sehenswert in Bordeaux
Kathedrale Saint-Andre
Wahrhaftig in der Mitte der Altstadt richtet sich die Kathedrale Saint-Andre in den Himmel. Ihre großzügigen Ausmaße und der riesige Platz rundum tragen zu der grandiosen Wirkung des Gebäudes bei. Ihre Errichtung wird auf das 11. und 12. Jahrhundert datiert.
Der älteste noch erhaltene Teil ist die Westfassade. Das Gebäude misst 144 Meter in der Länge und 44 Meter in der Breite. Nach der Fertigstellung im 12. Jahrhundert folgten zahlreiche Ausbesserungen und stilistische Änderungen. Der Chorraum und das Querschiff sind in gotischem Stil gehalten. Es handelt sich also um einen architektonischen Mischmasch, der jedoch zu keiner Beeinträchtigung der Wirkung führt. Außergewöhnlich sind lediglich die Stützmauern am Gebäudeäußeren.

Vermutlich haben sich die Baumeister bei der statischen Berechnung der Kathedrale leider vertan und mussten die Mauerstützen nachträglich anbringen. Während der Revolution wurde der Kirchenbau als Futtermagazin genutzt: die Revolutionäre wollten mit dieser "Nutzungsänderung" die verhasste Kirchenaristokratie bis ins Mark treffen.
An der Nordseite befinden sich gleich zwei Portale. Zum einen das Nordportal - wie auch anders - über dem Figurengruppen das Letzte Abendmal, die Himmelfahrt und den Triumph Christi darstellen. Gleich rechts daneben das Portal Rayal aus dem 13. Jahrhundert das besondere Aufmerksamkeit verdient.
Vor und hinter dem Portal sind sämtliche Apostel, die Auferstehung Christi und das Jüngste Gericht in Stein gehauen. Die Arbeiten sind von großer künstlerischer Qualität. Das Kircheninnere gefällt vor allem durch das schlanke Kirchenschiff.
Gelungen ist der gotische Chor mit seinem Umgang. Zahlreiche Kapellen finden hier Platz. Auch hier - wie schon in der Basilika St.-Michel - die Kombination von Mahagoni und rotem Marmor an der Kanzel. Der Kirchenschatz steht zur Besichtigung frei. Gemälde und Miniaturmalereien aus dem 12. und 14. Jahrhundert sollten den Besucher aber nicht zu lange aufhalten.
Bilder
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